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Datum
19.05.2021

Investieren in Gold

In Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie rückt der Kauf von Gold wieder vermehrt in den Fokus. Doch lohnt sich das Investment in Münzen und Barren – und worauf sollte man achten?

Investieren in Gold
(GettyImages/Athitat Shinagowin EyeEM)

Das Wichtigste in Kürze

  • Gold sollte bei seriösen Händlern und Banken des Vertrauens erworben werden
  • Verlustrisiko eines Wertpapierportfolios kann durch anteilige Investition in Gold reduziert werden
  • Gold gilt als stabile Wertanlage, wird aber allein von Nachfrage und Angebot gesteuert
  • Rendite oftmals geringer als bei Aktien
  • Nachteil: Keine Finanzaufsicht für An- und Verkauf
  • Beim Kauf sollten bestimmte Dinge (z.B. Art der Münze, Reinheit und Gewicht) eine Rolle spielen

Eckdaten für die Investition

Gold ist ein Rohstoff, der seit jeher als eine stabile Variante der Investition gilt. Der Wert verändert sich durch Angebot und Nachfrage. Gerade in Krisenzeiten ist der Goldkauf beliebt, im Zweifelsfall könnte physisch erworbenes Gold sogar als Zahlungsmittel fungieren. Kein Wunder, dass auch die Corona-Pandemie und die dadurch bedingte Angst vor einer Inflation für vermehrtes Interesse an Gold sorgen.

Es gibt für Anlegerinnen und Anleger verschiedene Münzen und Barren, die sich in ihrer Form und Größe sowie anhand ihres Gewichts unterscheiden. Für den Erwerb von Gold empfiehlt es sich generell, auf einen vertrauensvollen, zertifizierten Anbieter oder die eigene Bank zu setzen. Dort kann der Anleger sicher sein, dass es sich um seriöse Partner für den Goldkauf handelt.

Vorteile und Nachteile der Investition

Der größte Vorteil von Gold ist dessen Sachwert, der auch bei einer Geldentwertung durch Inflation bestehen bleibt. Es handelt sich um einen physischen Gegenstand, der sich als sinnvolle Ergänzung zu anderen Geldanlagen erweisen kann. Da sich der Goldpreis häufig anders bewegt als Aktienkurse, können Investorinnen und Investoren, die beide Varianten im Portfolio haben, Risiken reduzieren.

Allerdings sind die Gewinne bei der Investition in Gold im Gegensatz zur Rendite durch Aktien langfristig oft geringer. Auch gibt es beim Handel keine spezielle Finanzaufsicht, die beispielsweise vor unseriösen Anbietern schützen könnte. Es sollte bedacht werden, dass die Lagerung des Goldes eventuell Zusatzkosten bspw. für ein Schließfach oder eine passende Versicherung mit sich bringt. Diese Aspekte können durch Investitionen in Gold-orientierte Fonds vermieden werden.

Tipps für den Goldkauf

Damit der Kauf von Gold zum Erfolg führt, sollten Anlegerinnen und Anleger einige Tipps beherzigen:

  1. Lieber kleinere Barren kaufen: Statt bei größeren Geldanlagen einen einzelnen, schweren Barren zu erwerben, sollte sich der Kauf auf mehrere Münzen oder Barren in kleinerer Ausführung verteilen. Dadurch ist Flexibilität möglich. Die Investition bedingt so später keinen einmaligen Verkauf. Allerdings ist der Grammpreis bei kleinen Barren und Münzen meist höher, als bei großen Barren.
  2. Keine Sammlermünzen erwerben: Sammlermünzen mögen zwar verführerisch sein, da sie eine hübsche und auffällige Prägung aufweisen – doch ihr Materialwert ist verhältnismäßig gering.
  3. Auf Reinheit achten: Die Reinheit des Goldes sollte mindestens 999,9 Tausendstel betragen.
  4. Nicht als alleinige Anlage nutzen: Wie für alle Investments gilt: Wer die Risiken streut, ist auf der sicheren Seite. Daher sollte Gold neben Aktien, Anleihen und Immobilien nur ein Baustein eines gut strukturierten Vermögens sein, wobei die Gewichtung in Abhängigkeit der eigenen Risikobereitschaft erfolgen sollte. Der Goldpreis kann in Zeiten von mangelndem Interesse stagnieren oder fallen. Dies spricht ebenfalls gegen die alleinige Investition in diesen Rohstoff.
  5. Sicher aufbewahren: Die sicherste Möglichkeit, Gold zu lagern, ist die Anmietung eines Bankschließfachs. Dieses bringt zwar laufende Kosten mit sich, dafür ist der Verlust der Investition in der Regel aber auch gut versichert. Mit der richtigen Versicherung ist es alternativ möglich, kleinere Goldmünzen und Barren zu Hause sorgfältig zu verstecken. Anlegerinnen und Anleger sollten prüfen, ob die Versicherung im Fall eines Diebstahls vollständig haftet.

Wann lohnt sich der Goldkauf besonders?
In Krisenzeiten oder einer gefürchteten Inflation kann sich der Goldkauf ebenso auszahlen, wie allgemein als Pendant zu einem Aktienportfolio. Wer sowohl in Gold als auch in Aktien investiert, kann Schwankungen reduzieren. Dennoch bietet Gold keinen sicheren Schutz vor Inflation oder Krisen, da auch der Goldpreis Schwankungen unterworfen ist und somit sinken kann.

Fazit: Gold nach wie vor sinnvoll, aber nicht als alleiniges Investment

Gold hat nach wie vor seine Daseinsberechtigung, sollte jedoch nicht als alleinige Anlageform gewählt werden. Beim Kauf muss berücksichtigt werden, dass der Wert ausschließlich von Angebot und Nachfrage bestimmt wird und auch die Lagerung eine gewisse Planung sowie Kosten erfordert. Dafür könnte Gold im Ernstfall sogar als Zahlungsmittel genutzt werden – und wird wahrscheinlich nie vollständig von der Liste der Investments verschwinden.

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